Industriedruckleitungen schnell und wirtschaftlich sanieren

Wasserleitungen mit Durchmessern zwischen DN 150 und DN 500 finden sich nicht nur in den Netzen von Wasserversorgern, sondern auch zahlreich auf Industriegeländen von Raffinerien, Chemiewerken oder Flughäfen. Statt Trinkwasser fließt durch diese Leitungen Betriebswasser, das beispielsweise als Feuerlösch- oder Kühlwasser zum Einsatz kommt.

Im industriellen Bereich bringt eine Sanierung besondere Herausforderungen mit sich. Aus Platzeffizienzgründen sind viele Leitungen auf sehr engem Raum angeordnet oder unter Asphaltflächen bzw. in Beton verbaut. Um Zugang zu den Leitungsabschnitten zu bekommen, wäre es erforderlich, die umliegenden intakten Leitungen zu entfernen bzw. Oberflächen zu öffnen und später wiederherzustellen. Eine offene Sanierung mit einem Tausch der betroffenen Rohrstücke gestaltet sich unter diesen Gegebenheiten kostenintensiv, erzeugt Sicherheitsrisiken für den restlichen Betrieb und führt zu langen Ausfallzeiten, die Produktionsprozesse spürbar einschränken.

In diesem Umfeld kommen die Stärken von Primus Line® voll zum Tragen, denn mit dem Schlauchliner sind ganz gezielte Eingriffe möglich: Für den Einbau ist nur ein Zugang zum Anfang und Ende des Sanierungsabschnitts nötig, der entweder über vorhandene Schächte oder sehr kleine Baugruben hergestellt werden kann. Die Einzugsgeschwindigkeit von bis zu 400 m/min sorgt für eine kurze Installationszeit bei geringem Maschineneinsatz – Betriebsunterbrechungen verkürzen sich damit auf ein Minimum. Mit seiner Bogengängigkeit von bis zu 45 Grad und Einzugslängen von bis zu 2.500 m am Stück ist der Primus Liner enorm flexibel einsetzbar. Durch die Lieferung auf sehr kompakten Transporttrommeln ist Primus Line® zudem leicht vor Ort zu lagern und steht so zur Montage im Rahmen regulärer Wartungsarbeiten sowie in Notfällen bereit. Gleichzeitig lässt sich die Lebensdauer einer Leitung um mehr als 50 Jahre verlängern und gegenüber einer offenen Sanierung eine Kosteneinsparung von 50 % oder mehr erzielen.

System bewährt sich in der Industrie

Wie sich die Vorteile in der Praxis auswirken, zeigen mehrere kürzlich realisierte Projekte. Am Flughafen von Palma de Mallorca verlaufen unter dem Verbindungsstück zwischen dem Vorfeld sowie den Roll-, Start- und Landebahnen parallel zueinander zwei Asbestzementleitungen DN 300, die das Flughafenterminal mit Wasser versorgen. Nach mehreren aufeinanderfolgenden, provisorisch reparierten Rohrbrüchen wurde eine dauerhafte Sanierung des Leitungsabschnitts unumgänglich. Der Einzug der zusammen rund 1.000 m Primus Line DN 200 erfolgte über eine kleine Baugrube neben dem Terminalgebäude und über einen Schacht in einem Betriebsgebäude am südwestlichen Ende der Start- und Landebahn. Dabei blieb die Verbindung zwischen Vor- und Rollfeld völlig unbeeinträchtigt. Während der dreitägigen Bauzeit konnte der Aeroport de Son Sant Joan seinen Flugverkehr mit bis zu 90 Starts und Landungen pro Stunde wie üblich fortsetzen.

Im US-amerikanischen Montville, Connecticut unterhält Rand-Whitney Containerboard eine Papierfabrik. Zur Herstellung von Papier und Kartonagen sind große Mengen Wasser nötig, um den Zellstoff auf die Weiterverarbeitung vorzubereiten. Nach mehreren Rohrbrüchen und Reparaturen an den beiden parallel laufenden DN 300 Leitungen aus Gusseisen, die das Industriewasser transportieren, entschied sich Rand-Whitney zur Sanierung mit Primus Line®. Die betroffenen Abschnitte der Zwillingsleitungen verlaufen unter einer Hauptstraße und sind von einer Wasserhauptleitung mit mehreren Hausanschlüssen, einer Gashochdruck-, einer Hochspannungs- sowie einer Glasfaserleitung umgeben. Eine offene Sanierung hätte nicht nur hohe Kosten verursacht, sondern auch den Betrieb für einen längeren Zeitraum unterbrochen. Den Einzug des Primus Liners DN 300 inklusive der vorbereitenden Arbeiten erledigte der zertifizierte Installationspartner P&H Construction and Septic Service hingegen in nur fünf Tagen.


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