Notversorgung für Messina

Bei einem Erdrutsch an einem Berghang wurde die Trinkwasser-Hauptversorgungsleitung der sizilianischen Stadt Messina beschädigt und unterbrochen. Seitdem sind die 240.000 Einwohner von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten.

Eine schnelle Reparatur der Leitung ist aufgrund der strukturellen Schäden nicht mehr möglich. Die Stimmung der Bürgerinnen und Bürger ist wegen der anhaltenden provisorischen Wasserversorgung mit Tankwagen und aus Wasserflaschen inzwischen deutlich aufgeheizt und auch das nationale Medienecho ist groß. Auf Veranlassung der Regierung in Rom und des nationalen Zivilschutzes muss nun umgehend eine Notversorgung errichtet werden, die die Leitung DN 1000 annähernd ersetzt.

Dafür wird eine Bypass-Leitung nach Messina errichtet. Das notwendige Material und Equipment liefert das deutsche Unternehmen Rädlinger primus line GmbH. Das Unternehmen mit Hauptsitz im bayerischen Cham ist Hersteller des gleichnamigen Systems Primus Line®, das vorranging zur grabenlosen Sanierung von Druckleitungen eingesetzt wird, die Wasser, Gas oder Öl transportieren. Es basiert auf einem mehrschichtigen, flexiblen Hochdruckschlauch und einer eigens für dieses System entwickelten Verbindertechnik.

Nach der Anforderung des Materials am Freitag konnte eine Spedition bereits um Mitternacht drei Trommeln mit jeweils 350 m Druckschlauch DN 300 und die entsprechenden Verbinder abholen. Der italienische Partner der Firma Primus Line, das Bauunternehmen Benassi aus Norditalien, wird die Errichtung der Bypass-Leitung in Messina durchführen. Der Bau der Notversorgung wird nur wenige Stunden in Anspruch nehmen. Am Dienstag erreichte die Lieferung ihren Bestimmungsort, sodass der Aufbau der Bypass-Leitung voraussichtlich in dieser Woche starten konnte.


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