Steigleitung für Stahlwerk Thüringen saniert

Mit Primus Line® ist selbst eine Brauchwasserleitung mit 76 % Steigung innerhalb kürzester Zeit wieder einsatzbereit.

Seit 1995 betreibt die Stahlwerk Thüringen GmbH in Unterwellenborn ein modernes Elektrostahlwerk. Die Geschichte als Stahlverarbeitungsstandort geht zurück bis 1872, als die oberpfälzische Maxhütte dort ein Zweigwerk zur Herstellung von Roh- und Gusseisen eröffnete. Heute entstehen an dem Ort nahe der Saale verschiedenste Stahlträger und -profile. Die Nähe zum Fluss nutzt das Stahlwerk zur Entnahme von Brauchwasser für die Produktion.

Bevor es allerdings im Werk zum Einsatz kommen kann, muss es zunächst einen Höhenunterschied von rund 170 Meter mit einer Steigung von 76 % überwinden. Nach fast 70 Jahren im Einsatz entschieden sich die Verantwortlichen beim Stahlwerk Thüringen für eine Instandsetzung des ca. 420 m langen Leitungsabschnitts mit Primus Line®. Dabei folgten sie den guten Erfahrungen, die sie bereits 2004 bei der Sanierung der Parallelleitung sowie 2015 bei Sanierungen im weiteren Verlauf der Brauchwasserleitung mit dem System zur grabenlosen Rohrsanierung gemacht hatten.

Die Stahlleitung DN 500 verläuft vom Pumpenwerk direkt an der Saale zuerst 70 Meter lang erdverlegt bis zum Fuß des Steilhangs und unterquert dabei die Bundesstraße B85. Von dort aus ist sie oberirdisch verlegt und überwindet als Freileitung auf einer Länge von 280 Meter den Steilhang, bevor sie an der oberen Hangkante für die restlichen 50 Meter zum Wasserspeicher wieder unter der Erde verschwindet.

Während der kurzen Bauzeit floss der Verkehr auf der B85 ohne Einschränkungen weiter. Für den Einbau des Primus Line® Systems MD-300-W waren mit dem schonenden und flexiblen Verfahren zudem, abgesehen von wenigen platzsparenden Baugruben, kaum Eingriffe in die Umgebung notwendig. Nach nur 14 Arbeitstagen nahm das Stahlwerk Thüringen die Wasserleitung zur Brauchwasserversorgung mit einem Nenndruck von 25 bar wieder in Betrieb.


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