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Primus Line Weihnachtsgrüße

Liebe Kunden und Geschäftspartner,

Rohrleitungen sind nicht immer gerade einfach für die Instandsetzung zugänglich. Sie verlaufen unter wichtigen Verkehrswegen, durch ökologisch wertvolle Gebiete oder sind in ihrem direkten Umfeld von anderen Leitungen umgeben. Solche Rahmenbedingungen können die Kosten für eine offene Sanierung so stark in die Höhe treiben, dass sie wirtschaftlich nicht mehr tragbar ist. Drei Projekte aus den vergangenen Monaten zeigen, dass Primus Line® mit hoher Flexibilität und Bogengängigkeit bei gleichzeitig kurzer Installationszeit in diesen Anwendungsfällen die bessere Lösung ist: In der israelischen Hafenstadt Haifa lief der Straßen- und Bahnverkehr dank dem System zur grabenlosen Sanierung ungestört weiter, im türkischen Dikili schonte es jahrzehntealte Olivenhaine und im sizilianischen Messina stellte es als Bypass-Leitung die Trinkwasserversorgung nach einem Erdrutsch wieder her.

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir bedanken uns herzlich bei unseren Partnern für das rege Interesse an Primus Line®. Ihnen und Ihrer Familie wünschen wir besinnliche Feiertage und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 2016.

Ihr Primus Line Team

Themen:

Bypass-Leitung zur Trinkwasser-Notfallversorgung in Messina
Hauptwasserleitung in Haifa in sieben Stunden saniert
Ökologische Erneuerung einer Trinkwasserleitung in Dikili
Christbaum


 
Bypass-Leitung zur Trinkwasser-Notfallversorgung in Messina

Projekt Messina Starke Unwetter über Sizilien lösten im Oktober einen Erdrutsch an einem Berghang in der Nähe von Messina aus, der auch die Trinkwasser-Hauptleitung der Stadt stark in Mitleidenschaft zog. Die strukturellen Schäden an der Trinkwasserleitung DN 1000 aus Stahl und vor allem an deren Fundamentierung im Hang machten eine schnelle Reparatur und Wiederinbetriebnahme unmöglich. Damit waren die rund 240.000 Einwohner der nordostsizilianischen Küstenstadt vollkommen von der Trinkwasserversorgung über das Leitungsnetz abgeschnitten. Nachdem die Bevölkerung fast zwei Wochen lang mit Tankwagen und Wasserflaschen als provisorische Trinkwasserquelle vorlieb nehmen musste, schalteten sich die Staatsregierung in Rom und der italienische Zivilschutz ein und veranlassten die umgehende Errichtung einer Bypass-Leitung zur Notversorgung.

Aus drei jeweils 350 m langen Primus Linern mit einem Durchmesser von DN 300 entstand ein Bypass, der außerhalb des Erdrutschbereichs beidseitig an die intakten Abschnitte der Stahlleitung DN 1000 angeschlossen ist. Noch am Tag der Materialanforderung verließen die mit Druckschläuchen bestückten Transporttrommeln gemeinsam mit passenden, in Kisten verpackten Primus Line Verbindern DN 300 die Weidinger Produktionshallen auf einem Lastwagen in Richtung Italien. Bereits während des Transports nach Sizilien erstellte der italienische Primus Line Partner Helios (Teil der Benassi Gruppe aus Italien) die für den Bypass notwendige Trasse im Berghang sowie eine Baustraße auf der Rückseite des steilen Berges. Nur mithilfe dieser Baustraße konnte das Installationsteam die Trommeln mit Linern schon wenige Tage später mit einem Kettenbagger zur Einbaustelle oberhalb der abgerutschten Stahlleitung bringen, die Bypass-Leitung auslegen und innerhalb weniger Stunden in Betrieb nehmen. Auf der Länge von 350 m überbrückt der Bypass einen Höhenunterschied von 35 m zwischen der oberen Anschlussstelle, an der 3,5 bar Betriebsdruck anliegen, und der unteren Anschlussstelle, an der ein Betriebsdruck von 7 bar besteht. Auf den letzten 80 m zur tieferen Anschlussstelle beträgt das Gefälle des Hanges sogar 50%. Der mit Primus Line® realisierte Bypass liefert nun eine Trinkwassermenge von 660 Liter pro Sekunde (ca. 57.000 m³ pro Tag) nach Messina und wird mit einer Fließgeschwindigkeit von 3,66 m/s betrieben. Die Versorgung der drittgrößten Stadt Siziliens ist damit wiederhergestellt.

Auffällig ist die oberirdische Verlegung der Primus Liner: Sie verlaufen parallel zueinander am Hügel und sind wegen ihrer kräftigen blauen Farbe schon von weitem sichtbar. Durch den Gewebekern aus Aramid ist der beidseitig beschichtete Druckschlauch selbsttragend und damit auch bestens für die freie Verlegung als Bypass geeignet - die Maßnahme in Messina beweist eindrucksvoll, dass Primus Line® auch ohne bestehendes Altrohr uneingeschränkt einsatzfähig ist. Vorwiegend kommt das System bei der grabenlosen Sanierung von Druckleitungen in den Bereichen Wasser, Gas und Öl zum Einsatz und verläuft dabei von außen unsichtbar in Bestandsleitungen im Untergrund.


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Hauptwasserleitung in Haifa in sieben Stunden saniert  
Projekt Haifa Im Norden bewaldet und gemäßigt, im Süden heiß und trocken und an der Mittelmeerküste subtropisch: Israel ist ein Land mit vielen klimatischen Gesichtern. Steppe und Wüste nehmen rund die Hälfte der Landesfläche ein. Wassermanagement und -sicherheit sind für die Bevölkerung und besonders für die Versorgungsunternehmen deshalb von zentraler Bedeutung.

Zur Instandsetzung einer undichten Hauptwasserleitung in der Hafenstadt Haifa suchte der Wasserversorger Mei Carmel nach einer flexiblen und schnellen Lösung, um Wasserverluste zu vermeiden. Die betroffene Leitung, ein zementausgekleidetes Stahlrohr mit dem Durchmesser DN 250 und 6,5 bar Betriebsdruck, verläuft entlang einer stark befahrenen Straße und unter einer Bahnlinie. Stromkabel direkt über der Wasserleitung erschweren den Zugang zusätzlich. Eine offene Sanierung war unter diesen Umständen keine Option, hätte sie doch zu massiven Verkehrseinschränkungen über einen längeren Zeitraum in der drittgrößten Stadt Israels geführt. Die Entscheidung von Mei Carmel fiel deshalb auf Primus Line®. Für die Umsetzung der Maßnahme mit dem innovativen System zur grabenlosen Rohrsanierung, das im Januar die Zertifizierung von der Standards Institution of Israel (SII) erhielt, genügten zwei kleine Baugruben am Anfang und Ende des 252 m langen Abschnitts. Nach eingehender Kamerainspektion und gründlicher Reinigung zog Primeline Technologies, Primus Lines lokaler Partner, den DN 250 PN 15 Druckschlauch in die Bestandsleitung mit einem 45°-Bogen an einem Stück ein. Nach gerade einmal sieben Stunden konnte das Montage-Team die gesamte Installation des Systems inklusive der Verbinder abschließen.

Von 13. bis 15. Oktober waren die Partnerunternehmen Primus Line und Primeline Technologies zudem mit einem gemeinsamen Stand auf der WaTec in Tel Aviv vertreten. Mit rund 10.000 Besucher und ca. 160 Ausstellern zählt sie zu einer der weltweit bedeutendsten Messen zum Thema Wasserversorgung. Zahlreiche israelische wie internationale Gäste nutzten die Gelegenheit, sich selbst vom Primus Line® System zu überzeugen.


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  Ökologische Erneuerung einer Trinkwasserleitung in Dikili

Projekt Dikili Fast 30 Jahre alt ist die Leitung aus Asbestzement, die die Region rund um die türkische Stadt Dikili mit Wasser versorgt. Das Alter war ihr in letzter Zeit auch anzumerken: Die zuständige Wasserbehörde für die Provinz Izmir, die IZSU, musste sie wegen wiederholter Schäden ungefähr alle zwei Wochen für Reparaturen stilllegen. Für das beliebte Urlaubsziel an der Ägäisküste ein auf Dauer untragbarer Zustand.

Der betroffene Leitungsabschnitt beginnt an einer Pumpstation und verläuft auf 1,5 km Länge unter landwirtschaftlichem Gebiet, das größtenteils aus 25 Jahre alten Olivenhainen besteht. In der Türkei stehen Olivenhaine unter einem besonderen gesetzlichen Schutz, der zusammen mit dem aufwändigen Ausbau der asbesthaltigen Bestandsleitung eine offene Sanierung wirtschaftlich und ökologisch nahezu unmöglich macht. Als innovatives System zur grabenlosen Sanierung ist Primus Line® ideal für einen solchen Einsatz geeignet. Davon hatten sich die Verantwortlichen der IZSU bereits bei einem Projekt in Istanbul im Frühjahr dieses Jahres überzeugt. Ihre Wahl fiel deshalb zur Instandsetzung der Leitung in Dikili auf Primus Line®. Der Einzug des Liners in die vorhandene DN 500 Leitung in zwei Teilabschnitten mit 600 und 900 m Länge ermöglichte das parallele Arbeiten von zwei Installations-Teams. Nur drei kleine Baugruben waren bei dieser Vorgehensweise nötig - optimal für die Schonung des Baumbestandes in den Olivenhainen. Die Zuggeschwindigkeit von 500 m pro Stunde trug maßgeblich dazu bei, dass die Mitarbeiter des autorisierten Partners den Einbau des Systems in rund 60 Stunden vollständig abschließen konnten. Mit dem Ergebnis zeigte sich die IZSU mehr als zufrieden: Die DN 500 Trinkwasserleitung war in kürzester Zeit wieder einsatzbereit und ist nun für einen Betriebsdruck von 15 bar geeignet. Zusätzlich sank der Wasserverlust um 40%. Die Wasserbehörde fasst Primus Line® schon für weitere Sanierungsprojekte ins Auge.

Viel Aufmerksamkeit fand das Projekt auch bei der lokalen Presse, besonders aber bei den zahlreichen Gästen anderer Versorgungsunternehmen, von denen inzwischen mehrere konkrete Anfragen zum System Primus Line® eingegangen sind.


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