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Primus Line Newsletter 03/2016


Liebe Kunden und Geschäftspartner,

das globale Vertriebsnetz wächst weiter und Primus Line® stellte seine Vielseitigkeit erneut in zahlreichen Projekten rund um den Globus unter Beweis. Im süddeutschen Waldenbuch erhielt eine mit dem grabenlosen System sanierte Wasserleitung nachträglich eine Abzweigung, an einem beliebten Urlaubsziel in Phoenix, Arizona ging die Erneuerung einer Asbestzementleitung trotz ihres komplexen Verlaufs unter einem vielbefahrenen Kreisverkehr fast völlig unbemerkt über die Bühne und im kanadischen Lockeport bewahrte der Einsatz von Primus Line® den Hayden East River vor Erdarbeiten mitten im Fluss. Auf der ersten Primus Line Konferenz Anfang März kamen Partnerunternehmen aus mehr als zehn Ländern zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und die neuesten Entwicklungen rund um das System kennenzulernen. Diese Gelegenheit werden im Mai Interessenten aus aller Welt zur Jubiläumsausgabe der IFAT in München ebenso haben.

Themen:

Nachträglicher Einbau eines T-Stücks
Wachsende Marktpräsenz in Nordamerika
Wasserleitungen in den USA und Kanada erneuert
Erfahrungsaustausch auf der Primus Line Konferenz 2016
50 Jahre IFAT: Primus Line feiert mit



 
Nachträglicher Einbau eines T-Stücks

Projekt Waldenbuch Der Wasserversorger ASG (Ammertal-Schönbuchgruppe) entschied sich bereits 2012 für die Sanierung einer Hauptwasserleitung mit Primus Line® in Waldenbuch, südlich von Stuttgart. In der Leitung mit einem Betriebsdruck von 15 bar ist ein Primus Line DN 300 PN 25 im Einsatz, der an einem Stück eingezogen wurde. Drei Jahre später wollte der kommunale Wasserversorger nun nachträglich ein T-Stück direkt im sanierten Abschnitt integrieren, um damit ein neues Baugebiet zu erschließen.

Ein Bauunternehmen hob dafür Anfang Dezember einen Schacht aus, um einen offenen Zugang zu dem Leitungssegment für die Einrichtung des T-Stücks zu schaffen. Bevor jedoch ein Teilstück des Rohrs samt dem darin liegenden Primus Liner herausgetrennt werden konnte, leerte der Betreiber die Leitung. Im Anschluss an das Einheben eines fertig angelieferten Betonschachts installierte das Montageteam von Primus Line an der vorhandenen Leitung einen Rohradapter mit Flansch. Am Primus Line DN 300 PN 25 selbst brachten sie einen Primus Line DN 300 Niederdruckverbinder (Pressverbinder) mit zwei Flanschen nach DIN/EN 1092-1 an, den sie dann am Rohradapter befestigten. Mit dem Einbau eines Passstücks war die Integration des T-Stücks innerhalb von nur sechs Stunden abgeschlossen.

Bei der vorausgehenden visuellen Inspektion des Liners zeigte dessen Material keinerlei Veränderung. Selbst nach drei Jahren im Einsatz unter Betriebsdruck hat sich der Außendurchmesser des Primus Line DN 300 PN 25 nicht verändert. Für die Installation der Innenhülse des Pressverbinders ist dieser Umstand zentral wichtig, da diese nur möglich ist, wenn die ursprünglichen Abmessungen des flexiblen Druckrohrs erhalten bleiben.


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  Wachsende Marktpräsenz in Nordamerika
Marktpräsenz in Nordamerika Der nordamerikanische Kontinent zählt weltweit zu den größten Märkten für grabenlose Sanierung. In den flächenreichen Ländern USA und Kanada liegen zahlreiche alternde Leitungen unterschiedlichster Medientypen, die in den kommenden Jahren eine Erneuerung benötigen werden. Flexible und kostengünstige Lösungen, die zugleich möglichst geringe Auswirkungen auf Natur und Verkehr haben, stehen dabei hoch im Kurs. Als System zur grabenlosen Rohrsanierung bedient Primus Line® genau diese Kriterien.

Den Ausbau des Vertriebsnetzes von Primus Line in den eng verwobenen Märkten von Kanada und den USA treibt US-Niederlassungsleiter Andreas Fleischmann daher verstärkt voran. Während Alois Multerer weiterhin den kanadischen Markt betreut, verstärken seit Oktober zwei neue Mitarbeiter das Team in den Vereinigten Staaten. Als Vertriebsleiter koordiniert John Moody die Anstrengungen in diesem Bereich landesweit und betreut Interessenten und Kunden an der US-Ostküste. Um die Kundenbeziehungen an der Westküste kümmert sich Markus Olson im technischen Vertrieb. Im Südwesten des Landes erhält Primus Line außerdem Unterstützung von den Ingenieuren Chris MacDonald und Mike Ambroziak - die gemeinsam mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Planung und Umsetzung von Wasserinfrastrukturprojekten haben - und ihrem Unternehmen Construction Product Marketing (CPM).

Das Netzwerk an zertifizierten Partnerfirmen in Nordamerika wächst stetig weiter und umfasst inzwischen zehn Sanierungsunternehmen. Kommt Primus Line® bei einem Projekt zum Einsatz, können diese Certified Solution Partner alle Dienstleistungen rund um das System übernehmen: von der Planung über die Inspektion und Reinigung des Altrohrs bis hin zum Einzug und der anschließenden Inbetriebnahme.

Vom 20. bis 24. März veranstaltet die North American Society for Trenchless Technology (NASTT) die No-Dig Show in Dallas, Texas. Auf der größten Konferenz zum Thema grabenlose Technologien in Nordamerika erwartet die Teilnehmer ein breit gefächertes Programm mit Vorträgen, Seminaren und Diskussionsrunden. Fachleute von Kommunen, Behörden, Netzbetreibern, Ingenieurbüros und Bauunternehmen haben an Stand 222 und im Vortrag "Relining Water Mains with a Kevlar® reinforced composite lining system" von Markus Olson die Gelegenheit, sich detailliert über das System Primus Line® und die zugrundeliegende Technologie zu informieren.


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  Wasserleitungen in den USA und Kanada erneuert

Projekte in Phoenix und Nova Scotia In Phoenix, im Bundesstaat Arizona konnten die Ingenieure Chris MacDonald und Mike Abroziak von CPM bereits im Dezember ein erstes Projekt mit Primus Line® kurzfristig realisieren. In der Nähe des sehr beliebten Urlaubsziels Arizona Grand Resort & Spa wollte die Stadt Phoenix eine DN 300 Wasserleitung aus Asbestzement erneuern, die unter einem stark befahrenen Kreisverkehr verläuft. Eine konventionelle Sanierung mit offenem Graben kam für den ca. 150 m langen Abschnitt nicht in Frage: Im direkten Umfeld befinden sich viele andere Leitungen und wegen eines Fußgängertunnels verläuft die Trasse teilweise in bis zu 10 m Tiefe. Bedingt durch diese Umgebung besitzt die Leitung sieben vertikal wie horizontal verlaufende Bögen von bis zu 40°. Durch seine hohe Bogengängigkeit bis zu 45° ermöglichte Primus Line® die Sanierung zu deutlich niedrigeren Kosten als alle alternativ angebotenen Methoden.

Die zwei kleinen Baugruben mit Abmessungen von je 3,7 x 2,4 m fanden Platz im Fahrbahnteiler und einer Abbiegespur des Kreisverkehrs. So konnte der Verkehr während der gesamten Bauphase ungehindert weiterfließen. In der Vorbereitungsphase entschärfte das Installationsteam noch scharfe Kanten und entfernte mit einem Hochdruckreiniger und Molchen schwere Ablagerungen in den Bögen aus Gusseisen. Der Einzug des vorgefaltet gelieferten Primus Line DN 300 ND mit einer Seilwinde dauerte bei rund 1,8 t Zugkraft gerade einmal 30 Minuten. Sofort im Anschluss konnten die Fachleute den Liner mit 1 bar Druckluft in seine runde Form bringen. Nach je drei weiteren Stunden saßen auch die Rohradapter mit Flansch und die Primus Line DN 300 Verbinder fest an beiden Enden des Abschnitts. Damit war das sanierte Leitungssegment bereit für die abschließenden Prüfungen vor der Wiederinbetriebnahme: Den Drucktest mit ca. 13,8 bar über eine Dauer von zwei Stunden und den Hygienetest bestand die erneuerte Leitung anstandslos.

In Kanada kam Primus Line® erstmals im November in der Nähe des kleinen Fischerorts Lockeport an der Südostküste der Provinz Nova Scotia zum Einsatz. Eine 14 km lange DN 400 Leitung aus Eisen der Klasse 51 mit einem Betriebsdruck von rund 5 bar versorgt die Stadt und ihre fischverarbeitenden Betriebe mit Wasser. In der Nähe des Hayden Lake unterquert die Wasserleitung den Hayden East River. Genau in diesem Abschnitt, der zudem mehrere vertikale und horizontale Bögen aufweist, stellte das zuständige Nova Scotia Department of Transportation and Infrastructure Renewal (NSTIR) undichte Stellen an den Rohren fest. Die Behörde suchte nach einer Lösung, die einerseits die Natur schont, andererseits aber die reguläre Wasserversorgung der Stadt möglichst schnell wiederherstellt. Eine Erneuerung durch den Einzug von HDPE-Rohren schied aus, weil diese Methode an den Bögen der Bestandsleitung Erdarbeiten direkt im Flussbett erfordert hätte. Der Primus Liner konnte hingegen dank seiner hohen Flexibilität durch die vorhandenen Bögen mit bis zu 45° geleitet und damit über nur zwei Baugruben an beiden Ufern eingezogen werden.

Bereits vor der Ausschreibung hatte das NSTIR die betroffenen Leitungsabschnitte entleert, vom restlichen Netz getrennt und durch ein temporäres Bypass-System ersetzt. Vom Hauptauftragnehmer war die Baustelle zudem soweit vorbereitet, dass J.R. Eisener Contracting, der Certified Solution Partner von Primus Line für die atlantischen Provinzen, sofort mit der Kamera-Inspektion beginnen konnte. Dabei zeigten sich neben Ablagerungen und Verkrustungen auch die genauen Positionen und das Ausmaß der beiden undichten Stellen: Obwohl es sich um zwei kleine Risse handelte, drang eine beträchtliche Menge Flusswasser ein. Nach einem Reinigungsdurchgang mit Hochdruckwasserstrahlen und Molchen war die Leitung bereit für den Einbau und das Montageteam von J.R. Eisener startete mit dem Einzug der zwei vorgefalteten Primus Line DN 300 PN 12 mit Längen von 158 und 132 m. Mit vier Primus Line DN 300 Niederdruckverbindern waren die zwei Segmente nach nur vier Arbeitstagen und erfolgreichen Druck- sowie Dichtigkeits- tests wieder sicher in das Wasserleitungsnetz eingebunden.


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Erfahrungsaustausch auf der Primus Line Konferenz 2016  

Primus Line Konferenz 2016 "It's not about us... it's about you!" - Unter diesem Motto trafen sich Anfang März erfahrene Einbaupartner von Primus Line aus mehr als zehn Ländern am Hauptsitz der Rädlinger Unternehmensgruppe in Cham zur ersten Primus Line Konferenz. Getreu diesem Motto standen die Belange der Gäste im Vordergrund: Internationale Branchenexperten beleuchteten gemeinsam mit dem Primus Line Team in einem breit gefächerten Vortragsprogramm die neuesten Entwicklungen in Themenbereichen, die für die zertifizierten Partner in ihrer Arbeit mit dem System zur grabenlosen Sanierung eine zentrale Rolle spielen.

Die Rohradapter mit Flansch von Hawle kamen inzwischen in einigen Primus Line Projekten mit Erfolg zum Einsatz. Peter Sommer, Head of Applications Engineering bei Hawle, zeigte die Vorteile des Synoflex-Systems im Detail. Der Adapter schafft mit seiner Schnellspannvorrichtung eine zugfeste Muffenverbindung zum Altrohr und ermöglicht so die einfache Montage der Primus Line Verbinder mit Flansch.

Gerade beim Einsatz von Primus Line® mit seiner Einzugslänge von bis zu 2.500 m am Stück könnte sich das neue System Gullyver vom gleichnamigen Hersteller aus Bremen als äußerst hilfreiche Neuheit im Bereich der Rohrinspektion erweisen. In seinem detaillierten Vortrag stellte Sebastian Anders, General Manager von Gullyver, das innovative Fahrwagensystem näher vor. Durch die Verwendung von Akkus mit einer Kapazität für mehr als vier Arbeitsstunden und einem extrem leichten Glasfaserkabel zur Übertragung der Videobilder erreicht der Kamerawagen einen Aktionsradius von bis zu 3000 m. Bereits mit anderen Gullyver-Systemen hatte Primus Line sehr positive Erfahrungen gesammelt.

Eine zentrale Voraussetzung für die Installation von Primus Line® ist die Fähigkeit der Bestandsleitung, die auf ihr liegende Erdlast weiterhin tragen zu können. Die richtige Methode für die Prüfung zu finden ist dabei von vielen Faktoren abhängig. Der Regional Director Europe & Africa von Pure Technologies, Pedro Pina, führte in visuelle, akustische und elektromagnetische Verfahren ein und erläuterte für welche Anwendungsfälle sie sich eignen.

Ein besonderes Projekt hatte Alfons Ebnöther, Division Manager bei HakaGerodur im Gepäck. In der Schweiz erprobt das Unternehmen Erdwärmesonden mit Primus Line® statt den sonst üblichen HDPE-Rohren. In der gemeinsam entwickelten Sonde sind höhere Temperaturen und größere Temperatur-Unterschiede realisierbar - das Resultat sind gesteigerte Effizienz und Leistung.

DuPont und Primus Line verbindet eine lange und enge Zusammenarbeit. Das Kevlar®-Gewebe zwischen der Innen- und Außenschicht verleiht dem Primus Liner seine Materialfestigkeit und Stabilität. Warum die Polymerfaser so widerstandsfähig und wie vielseitig sie einsetzbar ist, zeigte Simon Spence, Global Segment Technology Leader Oil & Gas bei DuPont, anhand zahlreicher Praxisbeispiel.

In die Gruppe der Redner reihten sich auch Referenten von Primus Line ein. Während sich Andreas Fleischmann, Niederlassungsleiter USA, den Unterschieden zwischen Primus Line® und anderen Systemen zur grabenlosen Sanierung widmete, präsentierte Head of International Business Development Andreas Gross alle Neuigkeiten rund um Primus Line®. Durch die eindrucksvollsten Projekte aus dem vergangenen Jahr führte der Technische Leiter Robert Goletz.

Besonders verdient machte sich 2015 die italienische Partnerfirma Helios. Das Sanierungsunternehmen unterstützte Primus Line nicht nur bei Projekten in der Türkei und Israel. Es trug auch maßgeblich dazu bei, dass die 240.000-Einwohner-Stadt Messina im Nordosten Siziliens nach einem Erdrutsch im vergangenen Oktober mithilfe einer Bypass-Leitung aus drei 350 m langen Primus Line DN 300 schnell wieder Zugang zu frischem Leitungswasser erhielt. In seinem Vortrag zeigte General Manager Arnold Cekodhima, wie die Idee zum oberirdisch verlegten Bypass mit Primus Line® entstand und die Abwicklung in einem sehr kurzen Zeitrahmen gelang. Für diesen herausragenden Einsatz ging der Primus Line Award 2016 an Helios. Vor allem den Mut des Teams zu kreativen Lösungen hob Werner Rädlinger bei seiner Laudatio zur erstmals vergebenen Auszeichnung hervor.

In den Vortragspausen sorgte das Primus Line Tischfußballturnier für glänzende Unterhaltung. Am Kicker-Tisch entwickelten sich nicht nur heißumkämpfte Partien, sondern auch neue Freundschaften unter den Teilnehmern. Den Pokal holte sich Team Deutschland in einem dramatischen Finale gegen Team Israel/Italien. Mit leeren Händen ging natürlich niemand nach Hause. Das übrige Feld erhielt eine extra angefertigte Primus Line Medaille. Vor ihrem Abschied verewigten sich die Gäste mit ihren Unterschriften auf einem Fußball, der nun einen prominenten Platz im Büro von Primus Line einnimmt.


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  50 Jahre IFAT: Primus Line feiert mit
IFAT Vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 findet in München wieder die IFAT statt. Die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft feiert 2016 ihr 50-jähriges Jubiläum. 1966 startete die IFAT (Internationale Fachmesse für Abwassertechnik) als Messe für Abwassertechnik und damit für eine Spezialbranche innerhalb der Wasserwirtschaft. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs sie allerdings zur Messe mit breitem Themengebiet rund um nachhaltige Umwelttechnologien.

Primus Line feiert mit und ist auch im Jubiläumsjahr wieder auf der IFAT vertreten. Besuchen Sie uns in Halle 5 an Stand 422 und erkunden Sie alle Komponenten des Systems zur grabenlosen Rohrsanierung: vom flexiblen Hochdruckschlauch bis hin zu den eigens entwickelten Verbindern, vom Niederdruck- bis zum Hochdrucksystem. Unsere Experten erläutern alle Details zum Aufbau und beraten Sie zu den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Primus Line® für Medien wie Wasser, Gas und Öl.


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