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Primus Line Newsletter 07/2016


Liebe Kunden und Geschäftspartner,

Stillstand ist der Feind jeden technischen Fortschritts. Primus Line befindet sich deshalb immer in Bewegung. Das neue Design des Mitteldruckverbinders war rechtzeitig zum ersten Projekt in Australien einsatzbereit, wo in Lismore der flexible Hochdruckschlauch nicht nur zahlreiche Bögen, sondern auch steile Anhöhen überwand. In Würzburg verhalf Primus Line® einer mehr als 50 Jahre alten Rohwasserleitung zu ihrem zweiten Frühling - ganz ohne Beeinträchtigungen für den regen Verkehr in der Nähe des Hauptbahnhofs. Und mit dem InField Liner macht der Ölkonzern Petronas in Zusammenarbeit mit Anticorrosion Protective Systems und Primus Line die unternehmenseigenen Unterseerohre vor der malaysischen Küste zukunftssicher.

Themen:

Sanierung von Offshore-Pipelines für Petronas in Malaysia
Rohwasserleitung in Würzburg erneuert
Primus Liner überwindet Steigungen im australischen Lismore
Optimierter Korrosionsschutz jetzt für alle Trinkwasser-Verbinder



  Sanierung von Offshore-Pipelines für Petronas in Malaysia

Malaysia Fast 6.000 m inField Liner (IFLTM) produzierte das hochmoderne Werk von Primus Line seit Ende Januar. Ihr Einsatzziel an den Öl-Plattformen des malaysischen Mineralölkonzerns Petronas erreichten sie per See- und Luftversand. Zum Einsatz kamen speziell für die Verwendung in ISO-Containern entwickelte Primus Line-Transporttrommeln, erstmalig auch in der Ausführung TE800 mit einer Gesamtlänge von über 8 Metern.

Ein erstes Arbeitsschiff mit einem rund 1 km langen IFLTM verließ im April die Hafeninsel Labuan im Nordosten Malaysias. Eine 10-Zoll-Leitung zwischen zwei Plattformen war vom durchfließenden Öl bereits stark mitgenommen und hatte eine Sanierung dringend nötig. Diese Maßnahme markiert den Auftakt für eine ganze Sanierungskampagne von Unterwasserleitungen des Mineralölkonzerns, die sich über das gesamte Kalenderjahr 2016 erstrecken wird. Auf die vier bereits gelieferten IFLTM mit 915, 1.000, 1.777 und 1.894 m werden dieses Jahr noch vier weitere folgen. Hinsichtlich Auftragsvolumen und Produktionseinzellänge setzte Primus Line mit diesem Auftrag neue Maßstäbe.

Der InField Liner ist eine gemeinsame Entwicklung vom Korrosionsspezialisten Anticorrosion Protective Systems (APS) aus Dubai, Petronas Malaysia und Primus Line. Er besteht aus drei Schichten und ist speziell für den Transport kohlenwasserstoffhaltiger Medien bei hohen Temperaturen und Drücken ausgelegt. Während die mittlere Schicht aus Kevlar® die Zugkräfte bei der Installation trägt, schützt die Außenschicht aus TPU den Liner dabei vor externen Beschädigungen. Mit seiner Innenschicht aus Hochleistungs-PVDF stellt der IFLTM eine schützende Barriere zwischen der transportierten Flüssigkeit und der sanierten Leitung her. Primus Line stellt den InField Liner exklusiv für APS her und produziert neben den Nenngrößen 6 und 8 Zoll nun auch die Nenngrößen 10 und 12 Zoll. In regelmäßigen Audits überzeugten sich die Experten von APS und Petronas sowie unabhängige Sachverständige immer wieder von der hohen Fertigungsqualität.


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Rohwasserleitung in Würzburg erneuert  
Projekt in Würzburg Etwas südlich des Würzburger Hauptbahnhofs hat die Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH ihren Sitz. Von der Marienstraße und unter der Wallgasse hindurch verläuft eine Rohwasserleitung DN 500 bis zu einem Parkhaus auf dem Betriebsgelände des Unternehmens. Verlegt wurde die Gussrohrleitung mit der Druckstufe PN 10 in den Jahren 1962 und 1964. Nach mehr als 50 Jahren Betrieb entschied sich der Wasserversorger nun für eine Sanierung der Leitung.

Gefragt war eine Lösung, die den Zugang zu dem Parkhaus in direkter Nähe zum Hauptbahnhof ohne Einschränkungen sicherstellte und für die eine Durchquerung von zwei direkt hintereinanderliegenden 45-Grad-Bögen kein Hindernis darstellte. Sein einzigartiger Hochdruckschlauch verleiht dem System Primus Line® die nötige Flexibilität bei gleichzeitig hoher Materialfestigkeit für den Einsatz in einer solchen Umgebung. Zwei Baugruben - eine in der Marienstraße und eine weitere im Bereich der überdachten Zufahrt zum Parkhaus - genügten für den Einzug des Liners. Der Verkehr konnte so während der gesamten Maßnahme ungehindert weiterfließen.

Die Kamerabefahrung des alten Gusseisenrohrs zeigte durchgehende Ablagerungen und Beläge. Eine mechanische Reinigung in mehreren Durchgängen befreite die Leitung davon und schuf die nötigen Voraussetzungen für die Installation von Primus Line®. Dazu zog eine Seilwinde zunächst Gummischeiben und anschließend eine Kombination aus Gummischeiben und Kratzer mit dem Durchmesser DN 500 durch das Altrohr. Die Baustelle erreichte der Primus Line DN 500 PN 15 in U-Form vorgefaltet auf einer Transporttrommel. Durch diese Falttechnik reduziert sich die notwendige Zugkraft. Dem erfahrenen Installationsteam von Primus Line ermöglichte das den Einzug mit einer Zugkraft von 11 kN in weniger als einer Stunde. Seine endgültige, selbsttragende runde Form erhielt der 92 m lange Liner durch die Beaufschlagung von Druckluft, worauf die Montage der Verbinder erfolgen konnte. Mit der Dichtheitsprüfung kam die viertägige Sanierung zu einem gelungenen Abschluss.


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Primus Liner überwindet Steigungen im australischen Lismore  

Projekt in Lismore Mit der australischen Zertifizierung nach AS/NZS 4020:2005 erfüllt Primus Line® einen der anspruchsvollsten Trinkwasserstandards weltweit. In der Stadt Lismore, die sich an der Ostküste zwischen Sydney und Brisbane befindet, kam die Technologie zur grabenlosen Rohrsanierung im März nun erstmals auf dem Kontinent zum Einsatz.

Für eine undichte DN 225 Wasserleitung aus PVC an der Elizabeth Avenue suchte die Lismore City Council nach einer grabenlosen Sanierungslösung. Die Stadtverwaltung hatte das Ziel, die hydraulische Kapazität der Leitung zu erhalten und zugleich deren Betriebsdruck von 9 auf 16 bar zu erhöhen. In einer Tiefe von bis zu 3,8 m und umgeben von zahlreichen Starkstromleitungen verläuft die PVC-Leitung zunächst 170 m bergab über einen Höhenunterschied von 35 m hin zu einer Ablassarmatur. Von dort aus überwindet sie auf einer Länge von 290 m eine Steigung von 50 m. Einen einfachen Zugang gewährleisteten drei kompakte Baugruben mit einer Länge von rund 2 m und die Entfernung der Ablassarmatur zwischen den beiden Abschnitten.

Bei der Kamerainspektion der beiden Abschnitte zeigten sich zwei Schadstellen, die mit sogenannten Patch-Linern repariert wurden, sowie mehrere 15-Grad-Bögen, die sich nicht in den Bestandsplänen fanden. Für Primus Line® als semi-strukturelle Lösung, die ohne Verklebung mit dem Altrohr auskommt und Bögen bis zu 45° durchqueren kann, stellten auch diese unerwarteten Aspekte keinerlei Hürde dar. Die Installation des Primus Liners fand wie vorgesehen mit einer Geschwindigkeit von rund 4 m/min statt. Angeliefert wurde dieser vorgefaltet auf zwei Transporttrommeln aus Holz. Begleitet von einem erfahrenen Techniker von Primus Line brachte das Installationsteam des australischen Partners Mainmark den Liner mit 0,5 bar öl-freier Druckluft in seine runde Form und befestigte die vier Verbinder mit DN 225 AS 4087 PN 16 Flanschen mit Flanschadaptern am Altrohr.

Die geringe Wandstärke des Primus Liners von nur 6 mm ermöglicht es dem Betreiber, die hydraulische Kapazität fast vollständig aufrecht zu erhalten: Im Vergleich zum alternativ angebotenen Relining mit DN 180 PN 16 HDPE-Rohren bietet der Primus Line DN 203 PN 35 eine um 68% höhere hydraulische Kapazität und einen deutlich größeren Innendurchmesser von 191 mm statt 147,2 mm.


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  Optimierter Korrosionsschutz jetzt für alle Trinkwasser-Verbinder

Neuer Verbinder Die Primus Line® Mitteldruckverbinder mit Flansch bekommen ein neues Design. Bei den ND-Verbindern gehört dieses bereits seit geraumer Zeit zum Standard. Die MD-Verbinder erhalten nun ebenfalls eine vollflächige hochwertige Pulverbeschichtung, die einen allseitigen Korrosionsschutz sicherstellt. Selbst in Ländern mit besonders anspruchsvollen Trinkwasserstandards erfüllen sie so die Voraussetzungen für eine Zulassung. Erste Projekte in Lismore (Australien) und Heidenheim (Deutschland) profitieren bereits von diesem verbesserten Design. In der neuen, standardisierten Modulbauweise werden die MD-Verbinder zudem noch kompakter und leichter. Das wirkt sich positiv auf die Lagerhaltung aus und verkürzt die Lieferzeiten für alle Nenngrößen und Druckstufen.


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